Devisen
US-Notenbanker drück Euro

Auf dem Devisenmarkt ist am Montag nicht viel los. Die französischen Parlamentswahlen bewegen die Gemeinschaftswährung kaum. Zum späten Nachmittag sorgt Fed-Vize Dudley für eine leichte Abwertung.
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FrankfurtDer Kurs des Euro hat sich am Montag leicht nach unten bewegt. Am späten Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1164 US-Dollar gehandelt und damit mit 0,3 Prozent weniger als am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag auf 1,1167 Dollar festgesetzt. Der Dollar wertete auf und US-Staatsanleihen gaben nach, nachdem William Dudley, Präsident der Federal Reserve Bank New York, erklärt hatte, eine Unterbrechung des geldpolitischen Straffungszyklus würde die Konjunktur gefährden.

Der bullishen Stimmung am Aktienmarkt konnte der hawkishe Ton, den auch Fed-Chefin Janet Yellen vergangene Woche angeschlagen hatte, nichts anhaben. „Risikoanlagen erleben weltweit wieder eine Rally, die ’Carry Party’ geht wieder los“, schrieb Kit Juckes, Stratege bei Societe Generale SA. Yellen habe „nichts getan um den Markt davon zu überzeugen“, den hawkishen Zinsausblick der Fed ernst zu nehmen, erklärte er.

Der Gewinn der absoluten Mehrheit für die Partei des französischen Präsidenten Emmanuel Macron bei der Parlamentswahl hat den Euro in der vergangenen Nacht nicht bewegen können. Marktbeobachter sprachen von einem insgesamt impulsarmen Handel. Im Tagesverlauf standen keine wichtigen Konjunkturdaten auf dem Programm, an denen sich die Anleger orientieren könnten. Die Aktienanleger aber zeigten sich gut gelaunt: An der Wall Street gab es Rekord für Dow-Jones-Index und S&P-500. Und in Frankfurt rückte der Dax mehr als ein Prozent vor und kam bis auf wenige Punkte ran an sein Rekordhoch.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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Bloomberg / Nachrichtenagentur

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