Devisen
Weltweite Unsicherheit treibt den Dollar

Devisenstrategen erwarten neuen Verkaufsdruck auf den Euro, nachdem die Gemeinschaftswährung letzte Woche leicht zum Dollar nachgegeben hat. Die US-Währung dürfte weiter davon profitieren, dass Anleger sie in Zeiten globaler Konjunkturprobleme als sicheren Hafen sehen.

FRANKFURT. „Da die Weltwirtschaft immer tiefer in die Rezession abzurutschen scheint, wird sich der Greenback wohl zur weltweit gefragtesten Währung entwickeln“, erwartet Michael Woolfolk von der Bank of New York Mellon. Er erachtet die längerfristige Kurserholung des Dollars für intakt und sieht den Euro-Kurs zum Jahresende bei 1,25 Dollar.

Die Konjunkturdaten in dieser Woche werden das Sicherheitsbedürfnis der Kapitalanleger voraussichtlich weiter stärken. Ein Bericht zur europäischen Industrie dürfte am Freitag aufzeigen, dass die Produktion im Oktober abermals zurückgefahren wurde. In den USA rechnen Volkswirte mit weiter nachlassenden Umsätzen im Einzelhandel. Stratege Stephen Mayon von Scotia Capital in Toronto beschreibt den Dollar-Handel als eine Art Tauziehen zwischen dem düsteren US-Konjunkturausblick und der Flucht der Anleger in die Sicherheit des Dollar. Gegenüber den meisten Währungen genieße der Dollar noch immer einen Vertrauensbonus. Seit dem Rekordhoch von 1,60 Dollar hat der Euro ein Fünftel an Wert verloren.

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