Devisen
Yen leidet unter schlechten Nachrichten

Schlechte Nachrichten für die japanische Wirtschaft haben gestern den Yen gegenüber Euro und Dollar absacken lassen. So erklärte Ministerpräsident Taro Aso, die Regierung sei erst noch mit der Ausarbeitung eines Konjunkturpakets beschäftigt.

FRANKFURT. Schlechte Nachrichten für die japanische Wirtschaft haben am Dienstag den Yen gegenüber Euro und Dollar absacken lassen. So erklärte Ministerpräsident Taro Aso, die Regierung sei noch mit der Ausarbeitung eines Konjunkturpakets beschäftigt. Japans Wirtschaft "ist immer noch in einer Krise", sagte Aso auf einer Pressekonferenz in Tokio. Zudem ist die Arbeitslosenquote in Japan auf ein Dreijahreshoch gestiegen. Investoren machen sich Sorgen wegen der immer schlechteren Konjunkturdaten aus Japan. Für heute steht zudem der Tankan-Index an, der die Konjunktureinschätzungen der großen Unternehmen abbildet. Ökonomen erwarten hier den niedrigsten Wert seit 1975.

Devisenstrategen gehen davon aus, dass japanische Investoren verstärkt außerhalb des Landes investieren, weil sie in Japan nur magere Renditen erzielen können. Gegenüber dem Euro rutschte der Yen 1,9 Prozent ab auf 130,73 Yen je Euro, zum Dollar verbilligte er sich 1,1 Prozent auf 98,32 Yen je Dollar.

Bei 1,3301 Dollar notierte der Euro rund 0,8 Prozent fester gegenüber dem Dollar. Investoren gehen zwar davon aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen morgen reduzieren wird, sie rechnen jedoch nicht mit weiteren Zinssenkungen und auch nicht mit einer quantitativen Lockerung der Geldpolitik.

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