Devisen
Yen setzt Talfahrt fort

In einem unruhigen Handel ist der Yen weiter gefallen. Entsprechend zog der Dollar an. Ein Ende der Yen-Schwäche ist laut Analysten daher kaum absehbar. Der Kurs des Euro veränderte sich kaum.
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TokioDie Spekulationen auf eine deutliche Lockerung der Geldpolitik in Japan haben den Yen weiter fest im Griff. Der Dollar stieg am Montag auf ein neues Zweieinhalb-Jahres-Hoch von 90,25 Yen. Viele Anleger rechnen damit, dass die japanische Zentralbank (BoJ) auf ihrer bis Dienstag laufenden Sitzung das Inflationsziel auf zwei Prozent verdoppeln wird. Zudem dürften die Währungshüter ihr Programm zum Ankauf von Staatsanleihen so lange laufen lassen, bis dieses neue Ziel in Sicht ist.

Ein Ende der Yen-Schwäche ist laut Analysten daher kaum absehbar. Kurzfristig könnte die japanische Landeswährung am Dienstag aber auf Erholungskurs gehen, da „die Markterwartungen bezüglich der BoJ bereits ziemlich weit gelaufen sind“, prognostiziert Commerzbank-Analyst Lutz Karpowitz. Dass die Zentralbank mehr mache, als der Markt erwarte, sei daher unwahrscheinlich. „Es droht vielmehr eine Enttäuschung.“ Die Korrektur könnte für einige Investoren dann aber wieder günstige Yen-Einstiegskurse bieten.

Die japanische Landeswährung ist bereits seit Wochen auf Talfahrt zum Dollar, weil der neue Ministerpräsidenten Shinzo Abe eine deutliche Ausweitung der lockeren Geldpolitik angekündigt hat. Seit Mitte November hat der Dollar um gut 13 Prozent zum Yen zugelegt.

Der Euro tendierte wenig verändert bei 1,3317 Dollar. Händler nahmen offenbar kaum Notiz vom Wahlausgang in Niedersachsen, wo die CDU von Bundeskanzlerin Angela Merkel eine herbe Niederlage kassierte und die Macht an eine von der SPD geführte Regierung abgeben muss.

Zum Schweizer Franken notierte der Euro auf 1,2447 Franken. Zum Franken tendierte der Dollar bei 0,9344 Franken.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Devisen: Yen setzt Talfahrt fort"

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  • Wieso zieht der US$ an, wenn der Yen sich erholt, und gegen wen? Welcher HB-PISA-Schreiberling schreibt da von wem mal wieder diesen gequirlten Mist ab?

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