Devisen
Yuan sinkt auf Vierjahrestief

Die chinesische Währung leidet unter der Konjunkturschwäche des Landes, aber auch unter Einflüssen aus den USA. Die bevorstehende Zinserhöhung durch die US-Notenbank stärkt den Dollar und schwächt andere Währungen.

PekingJe mehr Yuan für den Kauf eines US-Dollars nötig sind, desto schwächer ist die chinesische Währung. Die Notenbank Chinas setzte den Mittelkurs des Renminbi, wie der Yuan auch genannt wird, am Mittwoch auf 6,4140 Yuan je US-Dollar fest. Das ist der höchste Kurs seit August 2011 – die chinesische Währung Yuan steht somit weiter unter Abwertungsdruck. Im Devisenhandel kostete ein Dollar zuletzt 6,4248 Yuan. Auch das ist er höchste Stand seit August 2011.

Der Wechselkurs des Yuan kann nicht unbegrenzt frei schwanken, weil er von der Notenbank in Grenzen kontrolliert wird. Von dem täglich festgesetzten Mittelkurs darf der Yuan nach oben und unten jeweils zwei Prozent abweichen. Die Notenbank hatte allerdings das Verfahren, nach dem sie den Zentralkurs ermittelt, im August umgestellt. Sie orientiert sich seither stärker am Marktgeschehen im Devisenhandel, also letztlich an den Marktkräften.

Experten führen den Abwertungsdruck des Yuan auf mehrere Ursachen zurück. Dazu gehört in erster Linie die gegenwärtige Konjunkturschwäche in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt, die weitere geldpolitische Lockerungen wahrscheinlich macht. Auf der anderen Seite erhält der amerikanische Dollar Rückenwind, weil die US-Notenbank auf eine erste Zinsanhebung nach der Finanz- und Wirtschaftskrise zusteuert.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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