Devisen
Zinsaussichten belasten japanischen Yen

FRANKFURT. Sorgen um die japanische Konjunktur und die künftige Zinsentwicklung im Land belasten derzeit den Yen. Zum Dollar fiel er am heutigen Donnerstag zeitweise unter 121 Yen und damit auf den niedrigsten Stand seit zwölf Wochen. Zum Euro notierte er bei 163,53 Yen je Euro, nachdem er am Mittwoch ein neues Allzeittief bei 163,90 Yen markiert hatte.

Viele Devisenhändler hatten den Wachstumsbericht zum ersten Quartal und die Zinsentscheidung der Bank of Japan mit Skepsis erwartet – und wurden in ihrer Einschätzung bestätigt. Die japanische Wirtschaft wuchs mit 2,4 Prozent nur halb so stark wie im vierten Quartal 2006. Die Zentralbank beließ den Leitzins bei 0,5 Prozent. Da kein anderes Industrieland so niedrige Zinsen hat, erhöht das die Anfälligkeit des Yens für Carry-Trades.

Der Dollar erholte sich etwas zum Euro, da aktuelle Konjunkturdaten die Zinsaussichten für die USA aufhellten. Daten zur Industrieproduktion und zum Eigenheimbau übertrafen die Erwartungen. Auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sanken und verhalfen dem Dollar zu einem leichten Kursgewinn auf Werte um 1,35 Dollar je Euro. Auch das britische Pfund legte zum Euro auf 68,31 Pence zu, nachdem die Bank of England eine mögliche Zinserhöhung andeutete. Ohne eine straffere Geldpolitik drohe die Inflation den tolerierten Bereich zu verlassen, hieß es.

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