Devisen
Zinsspekulation stützt das britische Pfund

Spekulationen auf höhere Leitzinsen in Großbritannien haben das Pfund Sterling am Donnerstag zum Euro und dem Dollar zulegen lassen. Überaus starke Zahlen zum britischen Einzelhandel nährten die Hoffnung, dass sich die Kaufkraft der Verbraucher robuster hält als erwartet

HB FRANKFURT. Der Einzelhandelsumsatz legte im Mai 3,5 Prozent zu, Volkswirte hatten mit einem minimalen Rückgang gerechnet. Devisenstratege Derek Halpenny von der Bank of Tokyo-Mitsubishi nannte die Daten "schier unglaublich". Die Frage sei jedoch, ob sie eine nachhaltige Entwicklung andeuten. Lombard Street Research erklärte, das langfristige Konjunkturbild in Großbritannien bleibe schwach. Zum Euro legte das Pfund 0,8 Prozent zu auf 1,2717 Euro, zur US-Währung ging es 0,5 Prozent voran auf 1,9695 Dollar.

Der Euro gab frühe Kursgewinne zum Dollar wieder ab und pendelte am Nachmittag um 1,55 Dollar. Händlern zufolge profitierte der Greenback von großvolumigen Umschichtungen aus dem Euro in das britische Pfund. Aus Liquiditätsgründen werden solche Transaktionen oft über den zwischenzeitlichen Umtausch in Dollar abgewickelt.

Der Franken gab seine Vortagesgewinne zum Euro ab, nachdem die Schweizerische Nationalbank ihren Leitzins bei 2,75 Prozent beließ.

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