Devisen:
Zinsspekulationen drücken Euro auf tiefsten Stand seit Anfang Mai

HB FRANKFURT. Spekulationen der Anleger auf weitere Zinserhöhungen in den USA haben den Eurokurs am Montag auf den niedrigsten Stand seit fünf Wochen gedrückt. "Die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinsschritte in den USA ist sehr hoch und belastet den Euro", sagte Devisenexperte Björn Bender von Helabatrust.

Mit höheren Leitzinsen will die amerikanische Notenbank die Inflationsgefahr dämpfen. Die Entwicklung der Erzeugerpreise im Mai wird an diesem Dienstag und die der Verbraucherpreise am Mittwoch veröffentlicht. "Offenbar haben sich Anleger vor Bekanntgabe dieser beiden Daten in Position gebracht", sagte Bender. Die US-Notenbank hat ihren Leitzins 16. Mal in Folge um 0,25 Punkte auf jetzt 5,00 Prozent erhöht.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte ihren Leitzins vergangene Woche zum dritten Mal seit Dezember auf nunmehr 2,75 Prozent angehoben und ihren Drei-Monats-Rhythmus damit beibehalten. "Klare Signale für eine beschleunigte Erhöhung hat die EZB nicht gegeben - auch das belastet den Euro", sagte Bender. Der höhere Leitzins macht den Dollar für Anleger attraktiver.

Die Gemeinschaftswährung gab bis 1,2 567 Dollar nach. Zuletzt hatte sie Anfang Mai weniger gekostet. Am Nachmittag wurde der Euro mit 1,2 596 Dollar bewertet. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,2 572 (Freitag: 1,2 659) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7 954 (0,78 995) Euro. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,68 240 (0,68 685) britische Pfund 143,89 (144,25) japanische Yen und 1,5 540 (1,5 569) Schweizer Franken fest.

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