Geldpolitik
Türkische Lira auf Rekordtief

Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank belastet die türkische Lira. Sie ist zu Wochenbeginn auf ein Rekordtief abgesunken. Experten fordern schnelles Handeln von der EZB, sonst würden „die Märkte reagieren“.
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FrankfurtAngesichts der Unsicherheit über den weiteren Kurs der Zentralbank ist die türkische Lira am Montag auf ein Rekordtief gefallen. Der Dollar zog im Gegenzug um 0,4 Prozent an auf 2,25 Lira. Die Kosten zur Absicherung von Krediten stiegen nach Daten von Markit vor diesem Hintergrund auf den höchsten Stand seit 18 Monaten.

Analysten sagen, zur Unterstützung der türkischen Währung müsste die Zentralbank auf ihrer Sitzung am Dienstag ihre Geldpolitik straffen. Immerhin hat die Lira allein in den vergangenen drei Monaten zwölf Prozent an Wert verloren. „Sollte die Notenbank morgen nicht handeln, werden die Märkte entsprechend reagieren“, sagte Analyst Simon Quijano-Evans von der Commerzbank in London. Er geht davon aus, dass die Zentralbank aktiv werden wird, um den von politischen Unruhen und anziehender Inflation verunsicherten Markt zu beruhigen. Zu erwarten seien entweder eine Zinsanhebung oder der Einsatz anderer geldpolitischer Instrumente.

Von Reuters befragte Analysten prognostizieren laut einer in der vergangenen Woche veröffentlichten Umfrage, dass der Zins, den Banken zahlen, wenn sie sich über Nacht Geld leihen, bis Ende März auf 8,75 Prozent angehoben wird.

Kommentare zu "Türkische Lira auf Rekordtief"

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  • @ HB-Redaktion:

    "Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank belastet die türkische Lira. Sie ist zu Wochenbeginn auf ein Rekordtief abgesunken. Experten fordern schnelles Handeln von der EZB, sonst würden „die Märkte reagieren“."

    Liebe HB-Redaktion, ist das eine "Ente" oder hat ihr Praktikant nur die Baumschule absolviert? Die Tuerkei ist nicht in der EU, die Waehrung ist die tuerk. Lira, nicht der EUR, daher ist die EZB auch nicht fuer die Geldpolitik der Tuerkei verantwortlich (wohl eher die tuerkische Zentralbank)...

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