Devisenbericht
Aussicht auf Zinssenkung drückt den Euro

Die Suche nach Stabilität hat den Euro unter Druck gesetzt. Neben den nach wie vor als sicher geltende Währungen wie Yen und Dollar, die gesucht waren, verdichteten sich die Anzeichen für eine Lockerung der Zinspolitik im Euro-Raum.

HB FRANKFURT. Die Industrieproduktion in der Region war im Dezember um zwölf Prozent gefallen, so stark wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Der Druck auf den Euro wurde dadurch noch verstärkt, dass die Europäische Zentralbank (EZB) den Inflationsausblick für das Jahr 2010 zurücknahm und das finnische Ratsmitglied Erkki Liikanen erklärte, beim Treffen der EZB im März werde möglicherweise eine Zinssenkung erfolgen.

Zum Dollar fiel der Euro 1,3 Prozent auf 1,2745 Dollar, zum Yen ebenfalls 1,3 Prozent auf 115,14 Yen. Analysten der Royal Bank of Scotland empfehlen, die Gemeinschaftswährung gegen Dollar und Yen zu verkaufen. Als Kursziel für die Spekulation nennen sie 1,15 Dollar und 100 Yen je Euro.

Das britische Pfund verlor zum Dollar 1,3 Prozent. Investoren machen sich Sorgen, dass Großbritannien weiter in die Rezession abgleitet. Auch der australische Dollar gehörte zu den Verlierern und fiel zum Euro in der Spitze 0,9 Prozent auf 1,9861 australische Dollar. Die Währung litt darunter, dass das geplante Konjunkturprogramm der Regierung im Parlament knapp gescheitert ist.

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