Devisenbericht
Der Euro gerät kräftig unter Druck

Die Abwärtsbewegung des Euro hat sich am Montag fortgesetzt. Befürchtungen um eine Ausweitung der Kreditkrise ließen die europäische Gemeinschaftswährung auf den tiefsten Stand zum Dollar seit 14 Monaten sinken.

FRANKFURT. Die Gemeinschaftswährung verlor weitere 1,4 Prozent auf 1,3575 Dollar je Euro nach einem Rückgang von 5,8 Prozent in der Vorwoche. Am Devisenmarkt wurde besonders negativ gesehen, dass es keinen gesamteuropäischen Rettungsplan gibt. Zum Yen rutschte die Gemeinschaftswährung sogar 4,3 Prozent auf den tiefsten Wert seit Einführung des Euro im Jahr 1999 ab. Die japanische Währung profitierte von einer gesunkenen Risikobereitschaft der Anleger, die zu einer Auflösung von Carry-Trades führten. Bei diesen Zinsarbitragegeschäften beschaffen Investoren Kapital in Niedrigzinswährungen wie dem Yen und erwerben damit höher rentierliche Vermögenswerte, beispielsweise in Australien.

Diese Trendumkehr hat dem Yen im September bereits mit einem Plus von 4,4 Prozent die beste Wertentwicklung beschert. Die Deutsche Bank traut der japanischen Währung in den nächsten Monaten einen Zuwachs von fünf Prozent zu. Hingegen sackte der australische Dollar, der für die andere Seite der Carry-Trades beliebt ist, im Vormonat um 5,4 Prozent zum US-Dollar ab und sank erstmals seit Oktober 2006 unter 75 US-Cent.

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