Devisenbericht
Dollar verliert gegen Euro an Attraktivität

Der Euro hat am Mittwoch gegenüber dem Dollar um 0,6 Prozent auf 1,3666 Dollar je Euro zulegen können. Händler führten dies auf die konzertierten Zinssenkungen der Notenbanken weltweit zurück. Dadurch sei die Attraktivität des Dollars in Krisenzeiten etwas gesunken.

HB FRANKFURT. Am Devisenmarkt erreichte die Volatilität, gemessen an Dollar-Euro-Optionen, den höchsten Stand seit Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung im Jahr 1999.

Die Volatilität von Dollar-Yen Optionen stieg auf den höchsten Wert seit knapp einem Jahrzehnt. Der US-Dollar ist am Mittwoch erstmals seit sechs Monaten unter die Marke von 100 Yen gefallen. Er sackte bis auf 98,61 Yen je Dollar ab und notierte am Nachmittag bei 100,27 Yen. Grund war die Nachfrage nach Yen. Denn angesichts der Befürchtungen um eine Ausweitung der Kreditkrise und weltweit stark sinkender Aktienkurse reduzierten Anleger ihre Bestände an höher verzinslichen Vermögenswerten, die mit Yen-Krediten finanziert worden waren.

Den größten Kurseinbruch seit 1983 verzeichnete der australische Dollar. Er sackte zum US-Dollar in der Spitze 9,8 Prozent ab. Infolge der steigenden Volatilität, des Rückgangs der Rohstoffpreise und der Talfahrt an den Börsen sind Carry-Trades, bei denen auf Hochzinswährungen wie den australischen Dollar gesetzt wird, nicht mehr gefragt.

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