Devisenbericht
Euro gewinnt stark

Im Zuge des geplanten europäischen Rettungspakets für den angeschlagenen Finanzsektor hat der Euro am Montag zum Dollar so stark zugelegt wie seit drei Wochen nicht mehr. Die Gemeinschaftswährung stieg zeitweise um zwei Prozent auf 1,3682 Dollar.

FRANKFURT. Schub brachte auch die Meldung, dass die Europäische Zentralbank (EZB) und andere Notenbanken in Europa die Geldmärkte künftig unbegrenzt mit Dollar versorgen wollen.

Das angekündigte Rettungspaket mindere die Risiken für das weltweite Finanzsystem, sagte Devisenstratege Robert Beange von JP Morgan. Bei den Anlegern nahm der Risikoappetit zu. Investoren setzten auf so genannte Carry Trades, bei denen sie Kredite in Niedrigzinsländern wie Japan aufnehmen und damit dort investieren, wo höhere Renditen winken. Der Yen verlor zum Euro 1,2 Prozent auf 136,52. Zu den Nutznießern der Carry Trades gehörten die Währungen von Australien und Südafrika. Der australische Dollar legte 2,9 Prozent zu auf 2,02 je Euro, der südafrikanische Rand kletterte 1,5 Prozent auf 12,49 je Euro. In Australien beträgt der Leitzins sechs Prozent und in Südafrika zwölf Prozent. Bei den Bewegungen am Devisenmarkt fielen die Ausschläge allerdings ungewöhnlich hoch aus, weil das Handelsvolumen wegen eines Feiertags in Japan niedriger war als sonst.

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