Devisenbericht
Euro gewinnt zum Yen

Der japanische Yen hat am Montag gegen die meisten wichtigen Währungen nachgegeben. Dem Euro verschaffte dies bis zum Nachmittag ein Plus von 0,3 Prozent; er notierte bei 134,19 Yen. Gegenüber dem US-Dollar konnte der Euro ebenfalls zulegen. Was die Aussicht für das Währungspaar Dollar-Euro betrifft, sind sich Analysten so uneins wie zuletzt vor zwei Jahren.

HB FRANKFURT. In Japan war der Einzelhandelsumsatz im Mai auf Jahressicht 2,8 Prozent gefallen, und die Industrieproduktion enttäuschte die Erwartungen. Vor diesem Hintergrund genügten die uneinheitlichen Signale aus der Eurozone (siehe Anleihen), den Risikoappetit japanischer Investoren zulegen zu lassen: „Da die Deflation in Japan zunimmt und die Renditen fallen, kann jedes Zeichen besserer wirtschaftlicher Bedingungen dazu führen, dass Geld aus Japan abfließt“, schrieb Derek Halpenny, Leiter Währungsanalyse bei Bank of Tokyo-Mitsubishi in London.

Zum Dollar war der Euro nach den Daten aus dem Euro-Raum zuletzt 0,2 Prozent höher bei 1,4078 Dollar. Zur Aussicht für das Währungspaar Dollar-Euro sind Analysten dabei so geteilter Meinung wie zuletzt vor zwei Jahren. Bloomberg-Daten zufolge variieren die Prognosen für das vierte Quartal von 1,16 Dollar bis 1,55 Dollar je Euro. Währungsexperte Robert Minikin von Standard Chartered begründet dies damit, dass die Wirkung der Konjunkturpakete auf den Devisenmarkt nur schwer abschätzbar ist.

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