Devisenbericht
Euro gibt gegenüber dem Pfund nach

Der Euro hat am Donnerstag kräftig zum britischen Pfund nachgegeben. Zum Dollar konnte er seine Verluste eingrenzen. Das Pfund Sterling profitierte von Spekulationen auf eine zumindest zeitweise straffere Geldpolitik in Großbritannien.

HB FRANKFURT. Im Gespräch mit der „Financial Times“ erklärte der Notenbanker Paul Fisher, die Bank of England werde ihre Wertpapier-Aufkäufe bei der nächsten Sitzung im November voraussichtlich aussetzen. Sie werde sich aber gleichzeitig die Möglichkeit offen halten, sie zu einem späteren Zeitpunkt bei Bedarf fortzuführen.

Der stellvertretende Zentralbankgouverneur Charles Bean hatte zwei Tage zuvor erklärt, das Kaufprogramm zeige bereits Wirkung. Die Wertpapierpreise hätten zugelegt, die Stimmung in der Wirtschaft verbessere sich. Der Euro war am Nachmittag schon für 91,80 Pence zu haben – am Vortag mussten noch 1,7 Prozent mehr gezahlt werden.

Zum Dollar notierte der Euro im Nachmittagshandel 0,2 Prozent niedriger bei 1,4895 Dollar. Im Tagestief wurden 1,4843 Dollar gezahlt. Viele Marktexperten rechnen damit, dass der Euro mittelfristig weiter anziehen wird. Die Wall-Street-Bank Goldman Sachs sieht den Euro in drei bis sechs Monaten bei 1,55 Dollar. Die französische Großbank BNP Paribas nennt die Überwindung des Widerstands bei 1,50 Dollar wahrscheinlich.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%