Devisenbericht
Euro gibt vor Zinsentscheidung deutlich nach

Nach zwei Tagen Erholung hat der Euro wieder kräftig nachgegeben. Mit knapp über 1,29 Dollar kostete Europas Gemeinschaftswährung ein Prozent weniger als am Vortag. Belastend wirkten schlechte Konjunkturnachrichten aus dem Euro-Raum.

HB FRANKFURT. Der Einzelhandelsumsatz in der Region ist im Dezember den siebten Monat in Folge zurückgegangen und auch stärker gesunken als Volkswirte erwartet hatten. Die Wirtschaftskraft des Dienstleistungssektors hat im Januar den achten Monat in Folge abgenommen. Im Fokus der Devisenhändler steht nun die heutige Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank. EZB-Präsident Trichet hat signalisiert, vor einer Zinsänderung Konjunkturdaten im März abzuwarten. Manche Strategen erwarten allerdings schon eher eine Zinssenkung. Das britische Pfund stieg 1,6 Prozent auf 88,70 Pence je Euro. Auch die Bank of England entscheidet heute über ihren Leitzins. Volkswirte erwarten einen Zinsschnitt um 0,5 Prozentpunkte.

Die norwegische Krone kletterte zum Euro 1,5 Prozent auf 8,87 Kronen, nachdem die Zentralbank in Oslo ihren Leitzins um 50 Basispunkte gesenkt hat. Die Bewegung illustriert, dass Zinssenkungen eine Währung im derzeitigen Kapitalmarktumfeld durchaus stützen können, wenn sich Anleger davon eine Konjunkturbelebung versprechen.

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