Devisenbericht
Euro gibt zum Yen weiter nach

Der Euro hat am Mittwoch den dritten Tag in Folge zum Yen nachgegeben. Auch der Dollar weitete seine Vortagesverluste zur japanischen Währung aus. Druck brachte der fortgesetzte Abbau von Zinsspekulationsgeschäften gegen den Yen.

FRANKFURT. Wegen des unsicheren Konjunkturumfelds wird es vielen Anlegern zu riskant, Investments außerhalb Japans mit billigen Yen-Krediten zu finanzieren. Mit 0,5 Prozent hat Japan den niedrigsten Leitzins aller Industrieländer.

Die so genannten Carry Trades bergen die Gefahr schmerzlicher Verluste, wenn sich der Zinsabstand von Japan zum Investmentland ändert. Die Zinspolitik der Notenbanken ist wegen der Turbulenzen am US-Kreditmarkt derzeit besonders schwer vorherzusagen, zumal die Konjunkturprobleme mit einer steigenden Inflation einhergehen. Der Euro notierte gestern unter 166 Yen. Der Dollar war zwischenzeitlich für weniger als 104 Yen zu haben.

Ebenfalls vom Abbau von Carry Trades profitierte der Schweizer Franken. Er legte bis zu 0,4 Prozent auf knapp 1,60 Euro zu. In der Schweiz liegt der Leitzins bei 2,75 Prozent, im Euroraum bei 4,25 Prozent. Beim Währungspaar Euro-Dollar legte die US-Währung gestern minimal zu. Am späten Nachmittag kostete ein Euro 1,5880 Dollar, nachdem der Quartalsbericht der amerikanischen Bank Wells Fargo positiv überraschte.

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