Devisenbericht
Euro holt Verluste wieder auf

Der Euro hat gestern gegenüber dem Dollar um den Vortageswert gependelt. Am Donnerstag Nachmittag notierte er 0,1 Prozent höher bei 1,5410 Dollar. Die europäische Gemeinschaftswährung machte Verluste vom Vormittag wieder wett, nachdem EZB-Chef Jean-Claude Trichet erneut die Inflationsrisiken betonte.

HB FRANKFURT. Das macht künftige Leitzinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB) weniger wahrscheinlich. Deren Entscheidung, die Leitzinsen für den Euro-Raum unverändert bei vier Prozent zu lassen, war vom Markt bereits erwartet worden.

Vor den Äußerungen Trichets war der Euro durch schwache Konjunkturdaten unter Druck geraten und bei 1,5285 Dollar auf ein Acht-Wochen-Tief gefallen. So waren die deutschen Exportzahlen für März schlechter ausgefallen als erwartet, und die Industrieproduktion hatte sich rückläufig entwickelt.

Auch die britische Notenbank, die Bank of England, hatte den Leitzins nicht geändert. Er blieb bei fünf Prozent. Das Pfund gewann gegenüber dem Euro 0,1 Prozent und kostete damit 78,733 Pence. Der leichte Anstieg ging nach Einschätzung von Devisen-Stratege Ian Stannard von BNP Paribas darauf zurück, dass einige Händler doch mit sinkenden Zinsen gerechnet hatten. Die Wahrscheinlichkeit dafür lag laut einem Credit-Suisse-Index bei 20 Prozent.

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