Devisenbericht
Euro holt zwischenzeitliche Verluste auf

Der Euro hat sich am Donnerstag um das Vortagesniveau bewegt; am Nachmittag wurden 1,4140 Dollar für die Gemeinschaftswährung gezahlt. Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins bei einem Prozent beließ, fiel der Euro vorübergehend deutlich unter 1,41 Dollar.

HB FRANKFURT. Später erholte er sich angesichts verhalten optimistischer Aussagen von Jean-Claude Trichet zur Konjunkturenwicklung wieder. Der EZB-Präsident verwies auf Anzeichen, dass der schlimmste Teil der Rezession im Euro-Raum vorüber sein könnte.

Devisenstratege Simon Derrick von der Bank of New York Mellon sieht die EZB vor einem Dilemma. Einerseits erhole sich die Konjunktur und der Ölpreis steige. Andererseits sei der Euro auf ein Niveau geklettert, das die Politik in der Vergangenheit beunruhigt habe. Ein stärkerer Euro macht Europas Produkte auf den Exportmärkten teurer. Seit der letzten Zinsentscheidung hat der Euro mehr als fünf Prozent zugelegt.

Das britische Pfund gab 0,7 Prozent zum Euro und 0,8 Prozent zum Dollar nach. Druck auf die Währung brachten Händlern zufolge Spekulationen, dass Premier Gordon Brown im Zuge des Spesenskandals zurücktreten werde. Ein Regierungssprecher bezeichnete das Gerücht als „unsinnig“. Die Bank of England beließ den Leitzins bei 0,5 Prozent.

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