Devisenbericht
Euro legt deutlich zum Pfund zu

Der Euro hat gegenüber dem britischen Pfund kräftig zugelegt. Unter Druck geriet die Währung Großbritanniens insbesondere durch den Haushaltsentwurf der Regierung in London.

HB FRANKFURT. Schatzkanzler Alistair Darling plant angesichts sinkender Steuereinnahmen für 2009 eine überraschend hohe Neuverschuldung von 175 Mrd. Pfund - dies entspräche rund einem Achtel des Bruttoinlandprodukts. Im abgelaufenen Fiskaljahr bis März hatte sich das Defizit bereits auf 90 Mrd. Pfund fast verdreifacht. Die Regierung in London geht davon aus, dass die Wirtschaft des Inselstaats dieses Jahr um 3,5 Prozent schrumpft. Der Internationale Währungsfonds rechnet sogar mit einem Rückgang von 4,1 Prozent. Der Euro kostete am Nachmittag 89,67 Pence, das waren 1,6 Prozent mehr als am Vortag.

Zum Yen verlor die europäische Gemeinschaftswährung zeitweise 1,2 Prozent auf 126,23 je Euro. Investoren hofften auf eine Erholung der japanischen Wirtschaft, nachdem die Exporte im März weniger gesunken waren als erwartet. Experten von der Citigroup sehen aus charttechnischen Gründen eine Widerstandsmarke bei 126 Yen. Am Nachmittag notierte der Euro kaum verändert bei 127,59 Yen. Gegenüber der US-Währung war der Euro 0,6 Prozent fester bei 1,3027 Dollar.

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