Devisenbericht
Euro legt zum Pfund kräftig zu

Vergleichsweise schwache Konjunkturdaten aus Großbritannien haben dem Euro am Montag einen Kursgewinn gegenüber dem britischen Pfund gebracht. In Großbritannien ist das verarbeitende Gewerbe im Mai überraschend 0,5 Prozent geschrumpft. Dies nährte Befürchtungen, dass die britische Wirtschaft in eine Rezession abgleitet.

HB FRANKFURT. Anleger veranlasste dies, ihre Wetten auf eine Zinserhöhung der Bank of England zurückzufahren. Bei der britischen Notenbank steht am Donnerstag die nächste Entscheidung über den Leitzins an, der mit fünf Prozent derzeit über dem Leitzins der Europäischen Zentralbank von 4,25 Prozent liegt. Gegenüber dem Euro gab die britische Währung 0,3 Prozent ab auf 79,47 Pence je Euro. Zum Dollar verbilligte sich das Pfund Sterling zeitweise 0,9 Prozent auf ein Zweiwochentief bei 1,9649 Dollar.

Für den Euro ging es in der Relation zum US-Dollar abwärts. Grund waren zunächst die schlechten Daten zur deutschen Industrieproduktion (siehe Anleihen). Außerdem spekulieren Marktteilnehmer darauf, dass Vertreter der USA sich auf dem G8-Gipfel in Japan deutlich für einen starken Dollar aussprechen werden. Am Sonntag hatte US-Präsident George W. Bush erneut seine Unterstützung für eine Politik des starken Dollar betont. Für einen Euro wurden am Montag 1,5641 Dollar gezahlt.

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