Devisenbericht
Euro-Rally ist schon wieder zu Ende

Hinweise auf den nachlassenden Preisdruck in Deutschland haben die jüngste Kurserholung des Euro ausgebremst. Europas Gemeinschaftswährung gab am Mittwoch 0,8 Prozent zum Dollar nach und fiel zeitweise deutlich unter die tags zuvor zurückeroberte Marke von 1,30 Dollar.

HB FRANKFURT. In der Bundesrepublik sind die Importpreise im Oktober so stark zurückgegangen wie noch nie, seit 1962 mit der Statistik begonnen wurde. Im Monatsvergleich fielen sie um 3,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Da auch die Verbraucherpreise die niedrigste Inflation seit zwei Jahren zeigten(siehe Anleihen), sehen Beobachter mehr Spielraum für weitere Leitzinssenkungen der EZB.

In den fünf Handelstagen zuvor hatte der Euro 3,8 Prozent zum Dollar zugelegt. Technische Analysten verwiesen darauf, dass das Ausmaß der Rally überzogen gewesen sei. „Dem Euro ist die Luft ausgegangen und neuer Schwung ist nicht auszumachen“, sagte Neil Mellor, Devisenstratege bei der Bank of New York Mellon. Der Dollar profitiere weiter von der Risikoaversion am Markt.

Zum Yen gab der Euro am Mittwoch erneut nach, da Anleger weiterhin Zinsspekulationsgeschäfte gegen Japans Währung auflösten. Der Abbau so genannter Carry-Trades gilt am Kapitalmarkt als Risiko-Barometer. Der Euro notierte zeitweise 1,5 Prozent niedriger bei 122,61 Yen.

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