Devisenbericht
Euro setzt Höhenflug fort

Der Euro legt kurz vor Jahreswechsel im Vergleich zu allen wichtigen Währungen zu. Zum Dollar kletterte die Gemeinschaftswährung zeitweise über die Marke von 1,43 Dollar. Zur Parität mit dem britischen Pfund fehlt dem Euro nicht mehr viel.

HB FRANKFURT. Der Euro hat am Montag kräftig zugelegt und ist zeitweise über die Marke von 1,43 Dollar gestiegen. In der Spitze kletterte die europäische Gemeinschaftswährung um rund zweieinhalb Cent auf 1,4362 Dollar. Bis zum späten Nachmittag gab der Euro aber wieder etwas nach und kostete zuletzt 1,4240 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,4270 Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete 0,7008 Euro.

Händler sprachen angesichts des bevorstehenden Jahreswechsels von einem sehr dünnen Handel mit geringen Umsätzen. Viele Marktteilnehmer verabschiedeten sich zwischen den Jahren traditionell aus dem Handelsgeschehen. Dies begünstige starke Kursschwankungen, da einzelne Transaktionen bei geringer Marktliquidität stark ins Gewicht fielen. Fundamentale Impulse seien mangels entscheidender Konjunkturdaten ausgeblieben. Am Dienstag könnten hingegen einige Stimmungsindikatoren aus den USA für Bewegung sorgen, hieß es.

Mit dem jüngsten Kurssprung hat der Euro seine Erholung seit Mitte Dezember fortgesetzt. War der Euro im Sommer zunächst auf ein Rekordhoch von 1,60 Dollar gestiegen, verlor er in der Folgezeit kräftig an Boden und sank bis Mitte November auf 1,25 Dollar. Die anschließende Erholung begründeten Experten einerseits mit einer Gegenbewegung zu den vorherigen Kursverlusten, andererseits aber auch mit den trüben Aussichten für die US-Konjunktur und der faktischen Nullzinspolitik der amerikanischen Notenbank.

Unter die Räder geriet das Pfund Sterling, das mit 97,99 Pence so günstig gegenüber dem Euro war wie noch nie zuvor. Auslöser der Kursverluste für die britische Währung ist die Wirtschaftskrise in Großbritannien. Analysten rechnen damit, dass die Bank of England die Zinsen stärker als die EZB senken muss, um die Konjunktur wieder anzukurbeln. In Großbritannien sind die Zinsen bei 2,0 Prozent, in der Euro-Zone bei 2,5 Prozent.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 128,98 japanische Yen und auf 1,4931 Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 880,25 Dollar gefixt.

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