Devisenbericht
Euro steigt auf Rekordhoch zum britischen Pfund

Der Euro hat gestern Vormittag zum britischen Pfund bei 76,92 Pence ein neues Rekordhoch markiert. Händlern zufolge spiegelte sich darin das Restrisiko, dass die Bank of England den Leitzins doch senken könnte. Als dieses erwartungsgemäß nicht eintrat, gab der Euro-Kurs noch etwas nach.

FRANKFURT. Nachdem der geldpolitische Ausschuss den Benchmark-Satz dann erwartungsgemäß bei 5,25 Prozent beließ, fiel der Euro ins Minus und notierte zuletzt 0,2 Prozent niedriger bei 76,50 Pence. Einen stärkeren Kursrückgang verhinderte, dass EZB-Chef Jean-Claude Trichet nach der Zinsentscheidung in Europa erneut die Inflationsgefahr betonte und damit Hoffnung auf Zinssenkungen zunichte machte. Auch zum Dollar kletterte der Euro nach den Aussagen von Trichet mit 1,5373 Dollar erneut auf einen Höchststand. Der Schweizer Franken notierte in der Spitze bei einem Hoch von 1,0276 Dollar.

Die tschechische Krone verlor zum Euro 0,4 Prozent auf 25,065 Kronen je Euro. Damit legte sie in der seit Mitte 2007 anhaltenden Rally eine Verschnaufpause ein. Robert Holman, Mitglied des Zentralbankrates, sieht hier einen Zusammenhang mit der Schwäche des Dollar: Investoren, die die US-Währung verkauften, hätten die Krone als ertragsstärkere Alternative gewählt, sagte er laut einem Bericht von Thomson Financial. Derzeit wird in Tschechien erwogen, den Leitkurs für die Euro-Einführung anzuheben.

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