Devisenbericht
Euro steigt zum Dollar auf Jahreshoch

Die gestiegene Risikobereitschaft der Investoren rund um den Globus hat am Montag den Euro zum Dollar auf ein neues Jahreshoch geschoben. In der Spitze wurden für den Euro bis zu 1,4246 Dollar bezahlt. Derart hohe Eurokurse waren zuletzt im November 2008 ermittelt worden. Der Druck auf den Greenback kam aus zwei Richtungen.

HB FRANKFURT. Einerseits stiegen die Hoffnungen auf eine Erholung der Weltkonjunktur nach Daten zur chinesischen Industrieproduktion. Andererseits trübte der Insolvenzantrag des US-Autoherstellers General Motors das Sentiment für den Dollar ebenso wie Sorge vor einem stärker steigenden Staatsdefizit. Das Haushaltsbüro des US-Kongresses rechnet mit einer Vervierfachung des Budgetdefizits auf 1,8 Bill. Dollar. „Der Trend zur Dollarabwertung geht einher mit der schlechteren Qualität der US-Staatsanleihen“, sagte Chefökonom Susumu Kato von Calyon Securities.

Rohstoffwährungen profitierten überaus deutlich. So erreichte der russische Rubel zum Dollar den höchsten Stand des Jahres und auch die norwegische Krone sowie der kanadische und der australische Dollar waren am Devisenmarkt stärker nachgefragt. „In Zeiten wirtschaftlicher Erholung sind Rohstoffwährungen genau der richtige Platz“, sagte Währungsstratege Samarjit Shankar von der Bank of New York Mellon.

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