Devisenbericht
Euro und Pfund unter Druck

Zurückhaltende Äußerungen verschiedener Politiker zu den Aussichten auf eine Konjunkturerholung in Europa haben am Montag Euro und Pfund unter Druck gesetzt. EU-Kommissionspräsident José Barroso sagte bei einem Pressegespräch in Brüssel, die Wirtschaft dürfte „wahrscheinlich“ bis Ende des Jahres im negativen Bereich bleiben.

FRANKFURT. Er sei sich nicht sicher, wann vom Beginn einer Erholung gesprochen werden könne, so Barroso weiter. Der Euro gab zum Dollar 0,6 Prozent ab und notierte bei 1,3902 Euro je Dollar.

Das Pfund setzte die seit bereits zwei Wochen anhaltende Abwärtsbewegung zum Euro fort. Der britische Premierminister Gordon Brown forderte im französischen Evian, die Regierungen der G8-Staaten müssten „mehr Ehrgeiz“ zeigen und dem Rückgang beim Welthandel Einhalt gebieten. Er bezifferte den Einbruch mit 20 Prozent. Das Pfund gab zum Euro 0,5 Prozent nach, zum Dollar brach das Pfund um ein Prozent ein.

Der Yen profitierte am Montag von Dollar-, Euro- und Pfundschwäche. Allerdings zeigten sich Analysten der Commerzbank skeptisch, dass Japans Währung als „Gewinner“ gegenüber dem Dollar dastehen werde. Die Fundamentaldaten in Japan seien mindestens genauso schwach wie in der Eurozone und den USA, hieß es in einem am Montag veröffentlichten Bericht.

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