Devisenbericht
Euro verliert erneut zum Pfund Sterling

Der Euro hat am Montag zum britischen Pfund den dritten Tag in Folge abgegeben. Für die Gemeinschaftswährung wurden mit 88,28 Pence 0,7 Prozent weniger bezahlt als am Freitag. Nach Ansicht einer Reihe von Analysten läuft die jüngste Schwächephase des Pfund aus.

HB FRANKFURT. Die Citigroup schätzt, dass das britische Pfund nahezu 15 Prozent unter fairem Wert gehandelt wird. Dazu kommt wachsendes Interesse an britischen Immobilien, die nach dem 20-Prozent-Rückgang des Sterlings in den vergangenen zwölf Monaten sehr günstig sind.

Hans-Günther Redeker, Devisenstratege bei BNP Paribas in London, sieht das Pfund hingegen weiter unter Druck. Zum Euro erwartet er einen Rückgang auf 96 Pence. Die britische Bankbranche habe massiv Kredite in Fremdwährungen aufgenommen und es werde Jahre dauern, diese Positionen abzubauen, so Redeker. Die indische Rupie legte am Montag deutlich zu. Zum Dollar gewann sie mit drei Prozent so stark wie zuletzt vor über 20 Jahren. Hintergrund ist der Wahlsieg von Premierminister Manmohan Singh, der künftig ohne die kommunistische Partei regieren kann. Japans Yen fiel, nachdem Vize-Finanzminister Kazuyuki Sugimoto durchblicken ließ, dass der jüngste Anstieg der Landeswährung in Tokio mit Sorge gesehen wird. Der Dollar war knapp behauptet bei 1,3491 pro Euro.

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