Devisenbericht
Euro verzeichnet wieder kräftige Gewinne

Der Euro hat sich am Dienstag im Vergleich zu den wichtigen Weltwährungen spürbar erholt. Zum britischen Pfund zog der Euro zuletzt auf 80,69 Pence an, was Devisenhändler mit schwachen Daten aus der britischen Bauindustrie erklärten.

FRANKFURT. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,2 960 Dollar - fast fünf Cent mehr als noch am Morgen. Seine Verluste vom Wochenbeginn machte der Euro damit mehr als wett. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag noch auf 1,2 820 (Montag: 1,2 822) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete 0,7 800 (0,7 799) Euro.

"Der Handel an den Devisenmärkten ist nach wie vor sehr schwankungsanfällig", sagte Devisenexpertin Antje Hansen von HSBC Trinkaus. Ausschlaggebend für den Kursverlauf sei vor allem die etwas bessere Stimmung an den Finanzmärkten. Konjunkturdaten stünden hingegen weiter im Hintergrund. Damit sei auch zu erklären, dass abermals massiv enttäuschende Zahlen aus den USA nicht für Bewegung sorgten. So waren die Auftragseingänge in der US-Industrie im September mehr als dreimal so stark wie erwartet zurückgegangen.

Die anstehende Entscheidung in der US-Präsidentschaftswahl wird laut Hansen voraussichtlich kaum Einfluss auf die Devisenkurse haben. "Sollte Barack Obama wie Umfragen nahelegen die Wahl gewinnen, dürften sich die Auswirkungen an den Märkten in Grenzen halten." Im Falle eines Sieges des republikanischen Kandidaten John Mccain seien stärkere Kursreaktionen indes nicht auszuschließen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,80 750 (0,79 690) britische Pfund , 127,35 (126,38) japanische Yen und auf 1,4 943 (1,4 832) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 741,25 (729,50) Dollar gefixt.

Die festen Aktienmärkte und der nachgebende Libor-Interbankensatz wurden als Zeichen für eine Entspannung der Situation an den Finanzmärkten aufgefasst, hieß es im Handel. "Es gibt Anzeichen für eine Entspannung, was den US-Dollar deutlich schwächt", stellte Währungsstratege Marc Chandler von Brown Brothers Harriman & Co in New York fest.

Nach der kräftigen Leitzinssenkung der australischen Notenbank vollzog der australische Dollar eine ausgeprägte Berg- und Talfahrt. Nach Verlusten schaffte die Währung zuletzt die Wende und stieg zum US-Dollar bis auf 69,13 US-Cent.

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