Devisenbericht
Euro weiter klar unter 1,19 Dollar

Der Euro hat am Donnerstag weiter für deutlich weniger als 1,19 Dollar den Besitzer gewechselt. Die Gemeinschaftswährung pendelte bei rund 1,1830 Dollar um ihr New Yorker Schlussniveau.

HB FRANKFURT. Der Euro hatte am Donnerstag nach neuen Hinweisen auf weitere Leitzinserhöhungen in der Eurozone einen kurzen Ausflug über 1,19 Dollar unternommen, war aber im späteren europäischen Handel und in Fernost wieder deutlich zurückgefallen. Devisenhändler sagten, die wenigen noch vor Weihnachten aktiven Investoren warteten auf die am Nachmittag anstehende Fülle neuer makroökonomischer Daten aus den USA. „Erst wenn wir neue Puzzleteile für das Konjunkturspiel haben, wird sich hier etwas tun“, sagte ein Börsianer.

Am Markt hieß es, der Dollar profitiere weiterhin von Finanzströmen, die im Zusammenhang mit der Steuergesetzgebung zur Gewinnrückführung bei US-Tochtergesellschaften im Ausland stünden. Der „Homeland Investment Act“ läuft in diesem Jahr aus und gilt als ein Faktor hinter der deutlichen Erholung des Dollar.

Die anstehenden US-Daten könnten am Nachmittag Hinweise auf die Inflationsentwicklung in den USA und damit die weiteren Zinserwartungen geben. Unter anderem wird im Rahmen der persönlichen Einkommensstatistik der PCE-Kernpreisindex für die persönliche Konsumausgaben veröffentlicht (14.30 Uhr MEZ). Eineinhalb Stunden später (16.00 Uhr MEZ) erhoffen sich die Märkte von den US-Frühindikatoren Hinweise auf die weitere Entwicklung der weltgrößten Volkswirtschaft.

Zum Yen zog der Dollar zeitweise auf 117,50 Yen von 117,30 Yen am Vorabend in New York an.

Das Pfund stand nach einem kräftiger als erwartet ausgefallenen Anstieg des britischen Leistungsbilanzdefizits weiter unter Druck und kostete am Mittag 1,7366 Dollar nach mehr als 1,7460 am Mittwoch. Außerdem lasteten nach Aussagen von Händlern neue Spekulationen über sinkende Leitzinsen in Großbritannien auf der Währung.

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