Devisenbericht
Experten rechnen mit weiter starkem Euro

Der Euro hat seine kräftige Kurserholung zum Dollar am Mittwoch mit einem Plus von vier US-Cent fortgesetzt. Mit der Leitzinssenkung der US-Notenbank am Dienstag kletterte der Euro in kurzer Zeit über 1,44 Dollar.

FRANKFURT. Devisenstrategen erwarten einen weiteren Kursanstieg, da die US-Geldpolitik nun längerfristig überaus locker bleiben dürfte: „Der Ausblick für den Dollar ist bis ins nächste Jahr negativ“, sagte Paul Robson von der Royal Bank of Scotland. Der Markt sei der Auffassung, dass die Fed Geld druckt. Das Zinsniveau im Euroraum gelte dagegen als recht stabil. Zum Yen rutschte der Dollar auf den niedrigsten Stand seit 13 Jahren. Zeitweise war die US-Währung für 87,45 Yen zu haben.

Das Pfund Sterling erreichte zum Euro ein neues Rekordtief. Weiteren Verkaufsdruck für die britische Währung brachte das Protokoll der vergangenen Notenbanksitzung. Die Währungshüter hatten einstimmig dafür gestimmt, den Leitzins auf zwei Prozent zu senken. Gegen einen noch stärkeren Zinsschnitt hatten sie sich nur entschieden, um das Pfund am Devisenmarkt nicht übermäßig zu belasten. Die Arbeitslosigkeit ist im Vereinigten Königreich so kräftig gestiegen wie seit 1991 nicht mehr. Für den Euro wurden 92,85 Pence gezahlt, 3,2 Prozent mehr als am Vortag und 26 Prozent mehr als zum Jahresbeginn.

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