Devisenbericht
Experten sehen Chancen für den Franken

Der Schweizer Franken hat am Donnerstag nach der konzertierten Aktion der Zentralbanken Europas, der USA und Japans gegenüber dem Euro an Wert verloren. Am Nachmittag bewegte sich der Kurs 0,3 Prozent niedriger bei 1,5843 je Euro. Den Risikoapetit der Anleger ließ die Geldspritze für den Finanzsektor hingegen steigen.

FRANKFURT. Sie tätigten vermehrt Zins-Spekulationsgeschäfte. Hierzu nehmen sie Kredite in Franken auf und investieren in Währungen mit höheren Renditen.

Dennoch sehen Devisenexperten den Franken im Aufwärtstrend. Die Finanzmarktkrise lasse der Bedarf für Devisen von Ländern mit einem Leistungsbilanz-Überschuss zunehmen, schrieben Analysten von Morgan Stanley. Dazu kommt, dass die Schweizerische Nationalbank den Leitzins gestern bei 2,75 Prozent beließ, einem im Vergleich der vergangenen Jahre hohen Wert.

Der Dollar fiel 0,2 Prozent auf 1,4361 je Euro. Die Maßnahmen der Währungshüter verringerten die Nachfrage nach dem Greenback als sicheren Hafen. Zudem stieg die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA unerwartet an, ein negatives Signal zur Konjunktur.

Viele asiatische Währungen rutschten ins Minus, da die Zentralbanken angesichts massiver Abflüsse an den Kapitalmärkten der Region die Stützung der Kurse aufgaben. Größter Verlierer war der südkoreanische Won.

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