Devisenbericht
Glattstellungen prägen Devisen-Geschäft

Der Kurs des Euro hat sich am letzten Handelstag vor Weihnachten bei dünnen Umsätzen über weite Strecken kaum bewegt. Mit 1,1860 Dollar pendelte die Gemeinschaftswährung am Nachmittag um den EZB-Referenzwert von 1,1859 (Vortag 1,1822) Dollar.

HB FRANKFURT. Händler sagten, Glattstellungen vor dem Jahresende prägten das Geschäft. „Im Moment will niemand etwas riskieren. Solange es keine aufregend neuen Impulse gibt, wird sich daran auch nichts mehr ändern“, sagte ein Händler. „Hier herrscht vor allem Weihnachtsstimmung - wenn überhaupt jemand da ist.“

Der überraschend deutliche Anstieg der Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter in den USA hatte kaum Einfluss auf die Kurse. Der wegen Großorders sehr schwankungsanfällige Indikator lag im November mit 4,4 deutlich über den Prognosen der Volkswirte von einem Prozent.

Auch das unerwartet deutlich gestiegene Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung im Dezember spielte kaum eine Rolle am Devisenmarkt. Nach endgültigen Berechnungen der Universität Michigan war der entsprechende Index auf 91,5 Punkte von 81,6 Zählern im November gestiegen, wie aus New Yorker Finanzkreisen verlautete. Analysten hatten im Schnitt nur mit einem Anstieg auf 89,0 Stellen gerechnet. Die Konsumausgaben machen rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung der USA aus. Überraschend stark sank indessen der Absatz neuer Eigenheime in den USA im November, was den Dollar kurz etwas belastete.

Praktisch ohne Auswirkungen auf das Geschehen am Devisenmarkt blieb der am Morgen veröffentlichte französische Geschäftsklima-Index, der eine unerwartete Eintrübung der Stimmung der Unternehmen in Frankreich signalisiert hatte. Auch die von der Europäischen Zentralbank (EZB) herausgegebene Statistik zur Leistungsbilanz der Euro-Zone im Oktober sei am Markt kaum wahrgenommen worden, erklärten Händler.

Allenfalls marginale Impulse gingen nach Aussagen von Händlern von einem im Dezember wegen des Weihnachtsgeschäfts saisontypischen Anstieg der Lebenshaltungskosten in Deutschland aus. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes kletterten die Verbraucherpreise im Vergleich zum November um 0,8 Prozent. Im Jahresschnitt stieg die Inflation damit um 2,0 (2004: 1,6) Prozent und damit so stark wie seit vier Jahren nicht mehr.

Im Referenzkursverfahren der Banken EuroFX wurde der Kurs des Euro mit 1,1844 (1,1828) Dollar festgestellt. Zum Yen pendelte der Dollar um 116,73 Yen und damit gegenüber dem New Yorker Vortagesschluss ebenfalls kaum verändert.

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