Devisenbericht
Irlands sinkende Bonität lastet auf dem Euro

Der Euro hat zum Wochenstart deutlich gegenüber Dollar und Yen nachgegeben. Verkaufsdruck brachte Händlern zufolge die Nachricht, dass die Ratingagentur Standard & Poor's die Bonitätsnote für Irland zum zweiten Mal in diesem Jahr herabgesetzt hat.

HB FRANKFURT. Die Analysten begründeten den Schritt mit den hohen Kosten für die Rettung irischer Banken durch den Staat. Schub für den Dollar brachten Spekulationen, dass die amerikanische Konjunktur wieder Tritt fasst und die Federal Reserve noch im Jahresverlauf die Leitzinsen erhöht. Für den Euro wurden am Montag 1,3836 Dollar gezahlt, nach knapp 1,40 Dollar am Freitagabend.

Gegenüber der japanischen Währung rutschte der Euro 0,9 Prozent auf 136,54 Yen. In Japan ist die Zahl der Insolvenzen erstmals seit zwölf Monaten zurückgegangen. Das Geschäftsklima erreichte den besten Wert seit einem Jahr. Beides nährte die Hoffnung, dass sich Japan allmählich von der Rezession erholt.

Das Pfund Sterling gab den vierten Handelstag in Folge zum Dollar nach. Händlern zufolge bezweifeln Marktteilnehmer, dass Gordon Brown die wirtschaftlichen Probleme Großbritanniens noch in den Griff bekommen kann. Nach der Schlappe der Labour Party bei den Europawahlen mehren sich die Stimmen, die einen Rücktritt des Premierministers fordern.

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