Devisenbericht
Konjunkturdaten setzen den Euro unter Druck

Negative Konjunkturdaten aus dem Euro-Raum haben am Mittwoch die europäische Gemeinschaftswährung belastet. Der Euro verlor 0,9 Prozent auf 1,5395 Dollar und gab damit die Gewinne der beiden Vortage komplett wieder ab. Auch das Pfund litt unter unter negativen Vorgaben.

HB FRANKFURT. Zum einen war der Einzelhandelsumsatz im Euro-Raum im März binnen Jahresfrist 1,6 Prozent gesunken – das war der stärkste Rückgang seit Beginn der Datenerhebung 1995. Zum anderen verzeichnete die deutsche Industrie im März deutlich weniger Auftragseingänge als erwartet. Den Druck auf den Euro verstärkten Andeutungen auf eine mögliche Anhebung der US-Leitzinsen (s. »  Anleihen) und gute Konjunkturdaten aus den USA. In den USA war die Produktivität ex Agrar im ersten Quartal überraschend stark gestiegen, während die Lohnstückkosten geringer anzogen als der Markt prognostiziert hatte.

Auch das britische Pfund litt unter schlechten volkswirtschaftlichen Zahlen. Zum Euro gab das Pfund 0,2 Prozent nach, der Euro kostete 78,812 Pence. In Großbritannien war ein Index zum Verbrauchervertrauen auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Datenerfassung vor vier Jahren gerutscht. Zudem sank die Produktion im verarbeitenden Gewerbe im März um 0,5 Prozent, während von Bloomberg befragte Ökonomen hier keine Veränderung gegenüber dem Vormonat erwartet hatten.

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