Devisenbericht
Norwegische Krone unter Druck

Der Euro hat am Dienstag erstmals seit März im Tagesverlauf wieder die Marke von neun norwegischen Kronen durchbrochen. Norwegen blieb bisher von der Bankenkrise relativ verschont, doch nun schlägt die globale Rezession über fallende Exporte und steigende Arbeitslosigkeit auch hier durch.

HB FRANKFURT. Bislang hat keine norwegische Bank ihr Kapital erhöht, doch nun müsste sich die Branche durch ein dickeres Finanzpolster für eine weitere Verschlechterung der Lage wappnen, sagte der stellvertretende Zentralbankchef Jan Qvigstad. Er geht davon aus, dass die Inflation bis Dezember unter den Zielwert fallen wird, was der Notenbank Spielraum für Zinssenkungen gibt und die Krone weniger attraktiv macht.

Zum Dollar fiel der Euro um 0,7 Prozent auf 1,3924 Dollar. Hier wirkte sich höheres Sicherheitsstreben der Anleger aus, ferner das geschrumpfte deutsche Bruttoinlandsprodukt (s. Anleihen) und Bemerkungen von BaFin-Präsident Jochen Sanio. Dieser sagte, die deutschen Kreditinstitute müssten die von Berlin geplante Bad Bank nutzen, sonst werde ihre Verschuldung explodieren.

Noch stärker traf der trübe Ausblick für Deutschland die Währungen der wirtschaftlich stark abhängigen Länder Osteuropas. So rutschte der ungarische Forint zum Euro ein Prozent ab, der polnische Zloty verlor 0,7 Prozent.

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