Devisenbericht
Osteuropa belastet den Euro

Pessimistische Einschätzungen zu Osteuropa haben den Euro-Dollar-Kurs belastet. Bis zum Nachmittag rutschte der Euro zum Greenback 0,8 Prozent ab auf 1,2749 Dollar. Investoren gehen davon aus, dass die wirtschaftliche Schwäche Osteuropas die Rezession im Euroraum verschärft.

FRANKFURT. In Deutschland, der größten Volkswirtschaft im Euroraum, sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal bereinigt um 2,1 Prozent. Bundesbankpräsident Axel Weber hält die Lage am Geldmarkt im Euroraum weiterhin für angespannt, rät aber von einer Nullzinspolitik wie in Japan und den USA ab. Im Euroraum liegt der Leitzins derzeit bei zwei Prozent.

Polen senkte den Leitzins um 25 Basispunkte auf vier Prozent, um die Wirtschaft zu stützen. Die Ratingagentur S&P senkte die Bonitätsnoten für die Ukraine um zwei Stufen. Gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung verlor der polnische Zloty 1,2 Prozent auf 4,69 je Euro. Die ukrainische Landeswährung Griwna legte 3,8 Prozent auf 11,43 je Euro zu, nachdem sie in der Woche zuvor 14 Prozent zum Euro abgesackt war.

In Großbritannien keimten erneut Spekulationen um niedrigere Leitzinsen auf, nachdem die britische Wirtschaft so stark einbrach wie seit 1980 nicht mehr. Das Pfund verlor zum Euro 0,7 Prozent, ein Euro kostete 89,34 Pence.

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