Devisenbericht
Risikofreude der Anleger treibt den Euro

Der Euro hat am Dienstag von der Schwäche der Niedrigzinswährungen profitiert und zum Yen zugelegt. Die Gemeinschaftswährung kletterte zum Yen ein Prozent auf 123,77 je Euro. Zum US-Dollar legte der Euro minimal zu auf 1,2583 je Euro. Die Währungen Japans und der USA gerieten nach einer überraschenden Entscheidung der Notenbank Australiens unter Druck.

HB FRANKFURT. Die Währungen Japans und der USA gerieten unter Druck, nachdem die Notenbank Australiens den Leitzins überraschend bei 3,25 Prozent beließ und damit die Zinssenkungspolitik der vergangenen sieben Monate aufgab. Dies führte zum Aufbau so genannter Carry Trades, bei denen Händler in Niedrigzinsländern Kredite aufnehmen und in höher rentierliche Anlagen investieren. Auch die Einschätzung der Weltbank, dass das Gröbste der weltweiten Finanzkrise ausgestanden sei, heizte die Risikofreude am Devisenmarkt an. Der australische Dollar stieg zum Euro 1,9 Prozent, damit kostete ein Euro 1,9588 australische Dollar.

Ein Zinsentscheid stand auch in Kanada an. Die Notenbank in Ottawa halbierte den Leitzins wie erwartet auf 0,5 Prozent. Der kanadische Dollar pendelte bei 1,6245 je Euro um den Vortageswert.

Derweil hat die Rezession im vierten Quartal auch die Schweiz erfasst. Erstmals seit sechs Jahren sank das Bruttoinlandsprodukt in zwei aufeinander folgenden Quartalen. Der Schweizer Franken gab zum Euro 0,1 Prozent nach auf rund 1,48 Franken.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%