Devisenbericht
Stimmengewirr in der EZB belastet den Euro

An den Devisenmärkten hat der Euro den zweiten Tag in Folge zum Dollar nachgegeben. Die Gemeinschaftswährung fiel um 0,1 Prozent auf 1,3587 Euro je Dollar. Die Aktienmärkte blieben ein entscheidender Faktor für die Bewegung am Devisenmarkt, sagte Devisenstratege Henrik Gullberg von der Deutschen Bank in London.

HB FRANKFURT. Er sei der Ansicht, dass das Schlimmste vorüber sei. Aber es gehe um die kurzfristige Stimmung – derzeit brauche es nicht viel mehr als ein paar schwache Daten, damit einige Anleger Zuflucht suchten in sicheren Anlagen, sagte Gullberg weiter. Der MSCI Asia-Pacific Index war um drei Prozent gefallen, der größte Rückgang seit dem 30. März.

Der Euro wurde auch von unterschiedlichen Aussagen einiger EZB-Ratsmitglieder belastet. Es geht um die Frage, welche Bonds für den Ankauf von auf Euro lautenden Schuldtiteln vorgesehen sind und in welcher Höhe. Laut Sloweniens Notenbankchef Marko Kranjec könne der Betrag die bisher angekündigten 60 Mrd. Euro übersteigen. Sein slowakischer Kollege Ivan Sramko sagte am Donnerstag auf einer Konferenz in Wien, nichts könne ausgeschlossen werden. Dagegen hielt Bundesbankpräsident Axel Weber in einer Rede am Mittwochabend in London daran fest, dass 60 Mrd. das „Maximum“ seien.

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