Devisenbericht
Trüber Ausblick für Konjunktur belastet den Euro

Nach der Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank (EZB) haben Spekulationen auf weiter fallende Leitzinsen den Euro am Donnerstag unter Druck gesetzt. Zum Dollar verlor die europäische Gemeinschaftswährung 0,9 Prozent auf 1,2545 je Euro.

HB FRANKFURT. Auch wenn die EZB wie erwartet den Leitzins um 50 Basispunkte auf das bisherige Rekordtief von 1,5 Prozent herabsetzte, sehen Händler kein Ende erreicht. Ihr Argument: Die Rezession im Euroraum droht sich zu verschärfen. So schraubten die Währungshüter ihre Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung im Euroraum deutlich nach unten. Die EZB geht jetzt davon aus, dass die Wirtschaft im Euroraum dieses Jahr zwischen 2,2 Prozent und 3,2 Prozent schrumpfen wird. Bislang hatte sie einen Rückgang von bis zu einem Prozent vorausgesagt.

Auf einer Pressekonferenz in Frankfurt schloss EZB-Chef Jean Claude Trichet weitere Zinssenkungen nicht aus. Gegenüber der japanischen Währung fiel der Euro um 1,2 Prozent auf 124,03 Yen. Zum britischen Pfund gab der Euro 0,4 Prozent nach auf 88,88 Pence. Zwar senkte auch Großbritannien wie erwartet die Zinsen. Aber mit der Halbierung des Leitzinses auf 0,5 Prozent hat die britische Notenbank nach Ansicht von Investoren die Phase der Zinssenkungen abgeschlossen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%