Devisenbericht
Yen hängt Euro und Dollar ab

Angesichts sinkender Aktienkurse haben Euro und Dollar am Montag zum Yen nachgegeben. Japans Währung profitierte Händlern zufolge von der steigenden Risikoscheu der Anleger. In wirtschaftlich turbulenten Zeiten gilt der Yen als vergleichsweise sichere Anlage. Die Überschüsse in Japans Handelsbilanz machen das Land relativ unabhängig von Auslandskrediten.

HB FRANKFURT. „Der Yen ist ein sehr genaues Risikobarometer“, sagte Neil Jones von der Mizuho Corporate Bank in London. Jedes Anzeichen von Risikoaversion stütze die Währung. Der Euro sank 0,5 Prozent auf 137,76 Yen und der Dollar fiel 0,3 Prozent auf 97,28 Yen.

Kaum Bewegung gab es beim Verhältnis Euro zu Dollar: Mit 1,4164 Dollar war der Euro am Nachmittag 0,1 Prozent leichter als am Freitag. Die meisten Devisenstrategen erwarten, dass die Euro-Rally nicht weiter vorankommt. Zum Jahresende sehen 46 von Bloomberg befragte Experten den Euro-Kurs im Mittel bei 1,40 Dollar. Da die Konjunktur im Euroraum nicht stark genug sei, werde der Euro letztlich nachgegeben, sagt Ken Dickson von Standard Life Investments in Edinburgh.

Das Pfund Sterling gab 0,6 Prozent zum Euro nach. Nachdem die Bank of England letzte Woche ihre Wertpapieraufkäufe ausgeweitet hat, sind die Sorgen um die Konjunktur in Großbritannien größer geworden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%