Devisenbericht
Yen kommt kräftig unter Druck

Angesichts der Kurserholung an den Börsen sind die Investoren am Devisenmarkt am Donnerstag wieder mutiger geworden. Das Thema Carry-Trades, bei denen Investoren mit Niedrigzinskrediten in einem Land in Anlagen mit höheren Renditen in einem anderen Land investieren, spielte zunehmend eine Rolle. Unter Druck geriet der Yen.

HB FRANKFURT. Der Yen geriet in Relation zum Euro und Dollar unter Druck, da er als Finanzierungswährung für die Zinsarbitragegeschäfte dient. Für einen Euro wurden 138,09 Yen gezahlt. Das sind zwei Prozent mehr als am Vortag.

Stark zulegen konnte hingegen die Hochzinswährung australischer Dollar. Sie zog zum US-Dollar um 6,2 Prozent auf 70,57 US-Cent an. Den größten Kurssprung seit August 2002 verzeichnete der brasilianische Real, der zum Dollar bis zu 7,5 Prozent auf 2,16 Real je Dollar kletterte. Die Notenbank des Landes hatte am Mittwoch erstmals seit fünf Jahren Dollar verkauft, um den Real zu stützen, der an dem Tag über zehn Prozent an Wert verloren hatte.

Nur kurzfristig profitierte der Euro von schlechter als erwarteten Zahlen bei den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe in den USA. Die europäische Gemeinschaftswährung büßte die anfänglichen Kursgewinne größtenteils wieder ein und notierte am Nachmittag bei 1,3656 Dollar je Euro kaum verändert zum Vortag.

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