Devisenbericht
Yen macht größten Sprung seit zehn Jahren

Die Turbulenzen an den Finanzmärkten haben dem Yen am Montag gegenüber dem US-Dollar zum größten Kurssprung seit zehn Jahren verholfen. Er kletterte in der Spitze 1,3 Prozent auf 106,89 Yen. Auch der Schweizer Franken war deutlich stärker, dafür verloren Hochzins-Währungen wie der australische Dollar oder die türkische Lira.

HB FRANKFURT. Anleger stellten wegen Befürchtungen zu weiteren Kreditverlusten Zins-Spekulationsgeschäfte glatt.

Generell zeigen Indizes auf die Devisen von Schwellenländern einen Volatilitäts-Anstieg und damit mögliche weitere Verluste. Seit Juni liegen 26 von Bloomberg verfolgte Emerging-Markets-Währungen im Mittel 5,5 Prozent im Minus. Für Devisenexperten widerlegt dies die Hypothese, nach der junge Volkswirtschaften wie Brasilien oder Südkorea heute von der Verfassung der großen Wirtschaftsräume USA, Europa und Japan unabhängiger sind.

Der kanadische Dollar litt unter dem Preisrückgang bei Rohöl und Gold, die mit anderen Rohstoffen die Hälfte der Exporte des Landes ausmachen. Dazu kamen Bedenken, eine weitere Abkühlung in den USA werde die eng mit dem Nachbarland verflochtene Wirtschaft Kanadas belasten. Zum US-Dollar notierte die kanadische Währung ein Prozent tiefer bei 1,0703 Kan-Dollar. Der Euro kostete 1,4219 US-Dollar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%