Devisenbericht
Zinsausblick macht dem Euro zu schaffen

Der Euro hat 0,4 Prozent zum Dollar nachgegeben, da die Europäische Zentralbank (EZB) weitere Leitzinssenkungen signalisiert hat. Spekulationen auf einen Zinsschnitt um 50 Basispunkte im März könnten gerechtfertigt sein, sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet.

HB FRANKFURT. Die konjunkturelle Unsicherheit sei weiter „außergewöhnlich hoch". Ihren Leitzins beließ die Notenbank bei zwei Prozent, wie die meisten Volkswirte erwartet hatten. Für die Notwendigkeit, die Geldpolitik weiter zu lockern, sprachen auch Konjunkturnachrichten. Der Auftragseingang der deutschen Industrie ist im Dezember fast dreimal so stark zurückgegangen wie Ökonomen prognostiziert hatten.

Das Pfund Sterling hat 1,6 Prozent zum Euro und 1,2 Prozent zum Dollar zugelegt, nachdem die Bank of England ihre Geldpolitik erneut gelockert hat. Die Währungshüter setzten ihren Leitzins wie erwartet um 50 Basispunkte auf ein Prozent herab. So niedrig war er in der mehr als 300jährigen Geschichte der Notenbank noch nie. „Das Pfund legt zu, da viele schlechte Nachrichten schon eingepreist sind", sagt Devisenstratege Henrik Gullberg von der Deutschen Bank. Das Pfund sei eine Zeitlang unterbewertet gewesen. Die derzeitigen Kursniveaus zu Dollar und Euro seien angemessen, zumindest auf kurze Sicht.

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