Devisenbericht
Zinssenkung belastet den Euro kaum

Der Euro hat nur mit leichten Kursverlusten auf die beispiellos starke Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) reagiert. Nachdem EZB-Chef Trichet den Leitzins um 75 Basispunkte auf 2,5 Prozent herabgesetzt hat, sank der Euro 0,3 Prozent auf 1,2680 Dollar und hielt sich damit in der Mitte des längerfristigen Seitwärtstrends zwischen 1,25 und 1,30 Dollar.

HB FRANKFURT. Volkswirte hatten größtenteils mit einer Zinssenkung um 50 Basispunkte gerechnet. Entlastung für den Euro brachten schlechte Nachrichten zur US-Konjunktur. Das Auftragsvolumen der Industrie ist im Oktober 5,1 Prozent abgesackt, so stark wie zuletzt im Juli 2000.

Zinssenkungen gab es am Donnerstag auch in Großbritannien, Schweden, Neuseeland und Indonesien. Die Bank of England setzte ihren Benchmarksatz wie erwartet um hundert Basispunkte auf zwei Prozent herab. Das Pfund Sterling gab daraufhin 0,7 Prozent zum Euro nach auf 86,62 Pence. Der Kurs zum Dollar sank ein Prozent auf 1,4640 je Pfund. Zum stärksten Zinsschnitt rang sich die schwedische Reichsbank durch. Die Währungshüter senkten ihren Leitsatz 175 Basispunkte auf zwei Prozent. Die schwedische Krone gab in der Folge 1,3 Prozent zum Euro nach. Der Neuseeland-Dollar wertete dagegen nach einer Zinssenkung um 150 Basispunkte 0,2 Prozent zum US-Dollar auf.

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