Devisenbericht
Zinssenkungen belasten den Euro

Die neue Zinssenkungsrunde der wichtigen Notenbanken in Europa hat den Euro, das britische Pfund und den Schweizer Franken zum US-Dollar gedrückt. Der Eurokurs sank dabei zeitweise unter 1,28 Dollar, nachdem am Vortag noch Kurse von mehr als 1,30 Dollar bezahlt worden waren.

HB FRANKFURT. Zuletzt stand der Euro bei 1,2804 Dollar. Seit seinem Rekordstand am 15. Juli bei 1,6038 Dollar hat die Gemeinschaftswährung damit rund 19 Prozent verloren. Die Europäische Zentralbank hatte am Mittag den Leitzins um 50 Basispunkte auf 3,25 Prozent reduziert. Es war die zweite Senkung in dieser Größenordnung innerhalb von vier Wochen.

Unerwartet aggressiv ging die Bank of England vor und nahm den Leitzins um 150 Basispunkte auf drei Prozent zurück - den niedrigsten Stand seit 1955. Das britische Pfund konnte sich zum Euro trotzdem behaupten und legte zu auf zuletzt 80,54 Pence je Euro. „Natürlich befindet sich Europa und besonders Großbritannien mitten in einer Rezession", sagte UBS-Währungsstratege Geoff Kendrick in London. „Längerfristig stabilisiert diese entschlossene Zinssenkung aber auch das Wachstum."

Die Schweizerische Nationalbank senkte den Leitzins um 50 Basispunkte und verhinderte damit eine stärkere Aufwertung des Franken. Zuletzt wurden 1,5025 Franken je Euro bezahlt.

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