Devisenbericht
Zinssenkungen sorgen für Kurssprünge

Die Zinssenkungen in Großbritannien und in der Eurozone haben am Donnerstag kräftige Kursschwankungen an den Devisenmärkten ausgelöst: Der Euro legte zum Dollar in der Spitze über ein Prozent zu, zum Yen belief sich der Aufschlag zeitweise auf fast zwei Prozent.

HB FRANKFURT. Die Zinssenkung auf das Rekordtief von einem Prozent war von 53 von Bloomberg befragten Analysten erwartet worden. Die Ankündigung, eine grundsätzliche Einigung über den Ankauf von auf Euro lautenden Pfandbriefen im Umfang von bis zu 60 Mrd. Euro erzielt zu haben, gab der Gemeinschaftswährung Schub. Der skizzierte Umfang sei relativ gering, das sei positiv für den Euro, sagte Geoffrey Kendrick, Währungsstratege bei UBS in London.

Das Pfund Sterling hat nach der Zinsentscheidung am Donnerstag gegenüber Euro und Dollar nachgegeben. Das Pfund fiel zeitweise um 1,4 Prozent auf 89,34 Pence je Euro; zum Dollar lag das Minus bei 0,4 Prozent. Die Ankündigung der Ausweitung der Geldmenge um zusätzliche 50 Mrd. Pfund sei überraschend gekommen, sagte Simon Derrick, Leiter Währungsstrategie bei Bank of New York Mellon Corp. in London.

Die Rally an den Rohstoffmärkten hat Brasiliens Real ein Sechs-Monats-Hoch zum Euro beschert. Zeitweise kletterte der Real 1,3 Prozent auf 2,7796 Real je Euro - der höchste Stand seit dem 11. November.

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