Devisenhändler XTX Markets
Ex-Mitarbeiter macht Deutscher Bank das Leben schwer

Die Deutsche Bank hat im Devisenhandel – einem traditionell starken Geschäftsfeld – an Marktanteil verloren. Ein aufstrebender Konkurrent wird von einem Ex-Mitarbeiter geführt. Und der sieht eine Schwäche der Banken.

New YorkDie computergestützte Handelsfirma XTX Markets ist aus dem Nichts gekommen, um große Finanzhäuser wie die Deutsche Bank im Ranking der weltgrößten Spot-Devisenhändler zu überholen.

Der in London beheimatete Eigenhändler ist die Nummer 4 – auf ihn entfallen 7,6 Prozent im Spot-Fremdwährungshandel, einem Teilbereich des Gesamt-Devisenmarktes. Es ist das erste Mal, dass ein elektronischer Spezialist eine Bank in der jährlichen Umfrage von Euromoney Institutional Investor verdrängt hat.

Die Deutsche Bank hat einen Anteil von 7,1 Prozent am Spot-Handel, wie aus Euromoney-Erhebung für 2016 hervorgeht. Im vergangenen Jahr war der Frankfurter Finanzkonzern noch die Nummer zwei, gleich hinter der Citigroup.

XTX ist 2016 mit Blick auf den Gesamtmarkt für Devisenhandel, der auch Swaps und Optionen umfasst, die Nummer neun. Die Firma war vergangenes Jahr vom quantitativen Hedgefonds GSA Capital abgespalten worden.

Der Co-CEO von XTX, Zar Amrolia, hatte einst dabei geholfen, das Festverzinslichen- und Devisengeschäft der Deutschen Bank aufzubauen. Alex Gerko, der andere Co-CEO, ist ein ehemaliger Devisen-Quant-Händler bei GSA Capital.

Das plötzliche Auftauchen von XTX am Fremdwährungsmarkt ist Teil einer Entwicklung, die sich zuvor bereits bei Aktien gezeigt hatte. Dort ergaben sich Banken und traten das Market-Making an jene Firmen ab, die auf den elektronischen Handel spezialisiert sind.

XTX verlässt sich nach eigenen Angaben auf quantitative Analysen, maschinelles Lernen und Korrelationen zwischen Assetklassen, um Preise zu generieren.

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„Die Liquidität auf Bankenseite nimmt ab“

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