Devisenhandel
Dollar bricht nach kurzem Aufbäumen wieder ein

Die japanische Notenbank mit ihrer Zinssenkung am Devisenmarkt nur kurzfristig Erfolg gehabt. Die Landeswährung Yen fiel zunächst zurück - aber nur, um anschließend wieder in Richtung Jahreshoch zu steigen. Ähnlich ist das Bild beim Euro: Nach einem kurzen Rücksetzer nimmt die Gemeinschaftswährung schon wieder Kurs auf 1,38 Dollar.
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HB TOKIO. Berg- und Talfahrt am Devisenmarkt: Die überraschende Zinssenkung in Japan hat den Yen am Dienstag kurzfristig auf Talfahrt geschickt. Im Gegenzug stieg der Dollar bis auf 83,98 Yen. Im europäischen Handel drehte die Richtung aber schon wieder: Der Dollar fiel auf 83,28 Yen und lag damit nicht mehr weit entfernt vom 15-Jahres-Tief bei 82,87 Yen je Dollar aus dem September. Damals hatte die Bank of Japan erstmals seit sechs Jahren direkt am Devisenmarkt interveniert - auch dieser Schritt war jedoch verpufft.

Die Hoffnung von Japans Finanzminister Yoshihiko Noda scheint sich damit erst mal nicht zu bestätigen. Er hatte erklärt, die Stützungsmaßnahmen der Bank of Japan sollten dabei helfen, die Devisenmärkte zu stabilisieren.

Die neuerliche Dollar-Schwäche zeigte sich auch im Verhältnis zum Euro. Der Wechselkurs stieg binnen weniger Minuten um fast einen Cent auf 1,3775 Dollar. Zuvor war der Euro im Tagestief auf 1,3638 Dollar zurückgefallen.

Händler hatten für die plötzliche Wende keine eindeutige Erklärung. In London sprachen einige von einer Nachfrage asiatischer Zentralbanken sowie einer US-Bank.

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