Devisenhandel
Dollar steigt trotz Bernankes Warnung

Trotz der Warnung von Notenbankchef Ben Bernanke vor einer Rezession in den USA ist der Dollar am Donnerstag in der Gunst der Anleger gestiegen. Der Euro rutschte auf 1,5575 Dollar von fast 1,5685 Dollar am Vorabend.

HB FRANKFURT. Zum Yen notierte die US-Währung am Nachmittag kaum verändert bei 102,30 Yen. „Die Nachrichten von der BayernLB haben Anleger daran erinnert, dass die Finanzkrise auch in Europa Spuren hinterlässt, und da haben wohl einige ihre Gewinne mitgenommen“, begründete ein Händler die Euro-Verkäufe mit Blick auf die Milliardenbelastungen von Deutschlands zweitgrößter Landesbank.

Vor der Veröffentlichung des Arbeitsmarktberichtes für März in den USA am Freitag blieben viele Anleger aber vorsichtig. „Der Markt erhofft sich von den Zahlen Hinweise auf das Ausmaß der Konjunkturflaute“, sagte ein Händler. Der Anstieg der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Vorwoche signalisierte Händlern zufolge einen Rückgang der Stellen in den USA außerhalb der Landwirtschaft. Der ISM-Service-Index fiel etwas besser als erwartet aus. „Die Subkomponente zur Beschäftigungsentwicklung stagnierte aber bei 46,9 Punkten, womit die Erwartung eines Stellenabbaus bei den morgigen US-Arbeitsmarktdaten untermauert wird“, stellte Helaba-Analyst Ralf Umlauf fest. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Abbau von 60 000 Stellen.

Der Euro gab seine Gewinne nach dem ISM-Index wieder ab und rutschte unter 1,56 Dollar. Die EZB legte den Referenzwert des Euro mit 1,5526 (Vortag 1,5632) Dollar fest.

Am Rentenmarkt gab der Bund-Future seine Gewinne nach dem ISM-Index wieder ab. Am Nachmittag notierte der Terminkontrakt mit 115,33 Punkten 15 Ticks höher. „Der Markt spielt eine Erholung der Wirtschaft, die Bonds geben ihre Gewinne ab, und die Aktienkurse ziehen etwas an“, sagte Andrew Brenner, Analyst bei MF Global in New York.

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