Devisenhandel
Dollar und Yen weiter im Aufwind

Der Euro hat sich am Donnerstag nach seiner rasanten Talfahrt vom Vortag im Vergleich zum Dollar etwas stabilisiert. Gegenüber dem japanischen Yen fiel die Gemeinschaftswährung hingegen auf den tiefsten Stand seit Anfang 2003.

HB FRANKFURT. Der düstere Ausblick für die Wirtschaft in Europa hat den Euro am Donnerstag weiter unter Druck gesetzt. Der Euro notierte am Morgen um 1,28 Dollar, nachdem er im frühen asiatischen Geschäft auf der Handelsplattform EBS bis auf 1,2726 Dollar gefallen war, den tiefsten Stand seit November 2006.

Allgemein werde den USA zugetraut, sich schneller als die Europäer aus dem Konjunkturtal zu befreien, begründeten die Analysten der Commerzbank die Schwäche der Gemeinschaftswährung. Die Fed habe frühzeitig mit Zinssenkungen auf die Krise reagiert. Mögliche Zinssenkungen der EZB dürften dagegen erst in einigen Quartalen ihre Wirkung entfalten.

Außerdem zeichneten sich mittlerweile erhebliche Turbulenzen in Osteuropa ab, wo etliche Währungen seit Tagen stark unter Druck stehen. „Aufgrund der intensiven Handelsverflechtungen zwischen dem Euroraum und Mittel- und Osteuropa dürfte ein konjunktureller Einbruch dort zu erheblichen Belastungen für die Euroraum-Konjunktur führen“, prognostiziert die Commerzbank.

Der im Zuge der Marktturbulenzen stark aufwertende Yen stieg zum Euro zeitweise auf den höchsten Stand seit Januar 2003. Zuletzt zahlten Händler für einen Euro 124,70 Yen. Händlern zufolge verkauften vor allem japanische Investoren ihre als nun risikoreich eingestuften ausländischen Anlagen. Daneben kursierten Vermutungen, dass einige Anleger den Yen benutzten, um sich gegen Verluste in Schwellenländern abzusichern.

Der Dollar-Index, der den Wert des Greenback zu einem Korb von sechs Währungen abbildet, stieg auf den höchsten Stand seit zwei Jahren.

Handelsimpulse könnten im Tagesverlauf von den Daten zu den Auftragseingängen in der Euro-Zone (11.00 Uhr MESZ) kommen. Von Reuters befragte Analysten sagen für August im Vergleich zum Vormonat im Schnitt ein Plus von 0,3 Prozent voraus. Deutlich darunter liegende Zahlen würden Analysten zufolge enttäuschen und könnten den Euro weiter drücken.

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